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Who’s who - Lexikon der Straßennamen

Bereits 1996 hatten sich sieben Vereinsmitglieder spontan bereiterklärt, nach dem Motto “Who’s who?” im Rahmen einer kleinen Veranstaltung ein paar markante Eindrücke von jenen Personen zu vermitteln, die der Stadtrat zu Namenspatronen für die Straßen in unserem Wohngebiet am Bruderwald gemacht hatte. Mit einer Broschüre, die der Bürgerverein kurz darauf herausgab, wurden diese für alle Interessierten festgehalten und hier ausschnittsweise wiedergegeben.

Die bauliche Entwicklung des Wohngebiets Am Bruderwald

Wer heute durch unser Wohngebiet geht und nicht selbst zu den Baupionieren gehört, kann sich kaum mehr vorstellen, wie es hier früher ausgesehen hat. Deshalb einige Stichworte, um den alten Stand aufzuzeigen:
Im Flächennutzungsplan der Stadt Bamberg aus dem Jahr 1961 sit unser Wohngebiet als “landwirtschaftl. bzw. gärtnerische Fläche ausgewiesen. Den Münchner Ring gab es seinerzeit nicht, die Buger Straße hatte nicht den heutigen Verlauf.

 

Vorbereitend für den Bau des Klinikums führte die Stadt Bamberg 1971 eine Flächennutzungsplanänderung durch und stellte einen Bebauungsplan auf. Im November 1972 hat der Stadtrat dann beschlossen, dass „im Bereich des am Bruderwald gelegenen Standortes des Krankenhauses zum Zwecke der besseren Eingliederung und Einbindung der Baumassen gleichzeitig ein Wohngebiet entstehen soll, in dem der künftige Wohnungsbedarf vorzugsweise gedeckt werden kann. Ferner sollten hier die für das Krankenhaus erforderlichen Neben- und Nachfolgeeinrichtungen integriert werden.“ (Zitat aus der Begründung des Bebauungsplans). Dieses Gebiet hatte die Behördenbezeichung „Wohngebiet am Hauptversorgungskrankenhaus“ und war mit 26 ha Flächenausdehnung  (ohne „Warth“ und „Bauernfeld“ eines der größeren im Stadtbereich. Der Bebauungsplan wurde im Juli 1979 gebilligt. Er sah unter anderem vor

 

  • die Errichtung der Rettungszentrale des BRK,
  • den Bau von Neben- und Nachfolgeeinrichtungen wie Krankenpflegeschule, Kinderkrankenpflegeschule, Krankenpflegehelferschule, Hebammenschule,
  • Wohnungen für dem Krankenhaus zugehörige Personen (125 Wohneinheiten) und für Schülerinnen (ca. 160 Plätze),
  • Die Schaffung eines Gemeindezentrums mit Kindergarten und Pfarrerwohnung,
  • Eine Ladennutzung (!!!) mit 1200 – 1500 qm Bruttofläche für den täglichen oder auch periodischen Bedarf
  • Zusätzlich den Bau von ca. 140 Geschoßwohnungen und
  • Die Errichtung von ca. 150 Einfamilienhäusern.

Insgesamt geht der Bebauungsplan davon aus, dass in diesem Gebiet zwischen 1250 und 1400 Einwohner zu erwarten wären. Hinsichtlich der Verkehrserschließung ist vorgesehen, dass die Buger Straße selbst anbaufrei bleiben soll, damit der Verkehr zum und vom Klinikum jederzeit unbehindert bleibt.

 

Die eigentlichen Anliegerstraßen führen von der Buger Straße in Schleifen oder Stichen in die einzelnen Wohngruppen. Unsere Wohnstraßen wären deshalb durchaus verkehrsberuhigt und kinderfreundlich, wenn Besucher und manchmal auch Anlieger darauf verzichten könnten, auf den kurzen 30-Meter-Geraden die Beschleunigungsfähigkeit ihrer Benzinkutschen zu testen. Die relativ breite Buger Straße trennt unser Wohngebiet in zwei Teile. Hier sind noch Nachbesserungen nötig, damit wir unser Wohnviertel auch zu Fuß gefahrloser begehen können.

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